Saturday, 9 March 2013

Richard Wagner enthüllt die Kraft der Elemente im Rheingold Vorspiel

Kein anderer Musiker ruft die Vorstellungskraft seiner Zuhörer hervor wie Richard Wagner. Der deutsche Geist und seine besondere Beziehung zur Natur sind in jeder einzelnen Note anwesend.



Die dunklen Orgel und Horn Akkorde leiten uns in das harmonische dennoch mächtige Fließen des Rheins; die Töne verschaffen den Eindruck eines wundervollen Einklangs mit den Kräften und Schätzen der Natur: ruhig fließt der Rhein...aber das ruhige Fließen ändert sich und der Zuhörer begreift plötzlich, daß dramatische Elemente erscheinen werden. Die Liebe und Leidenschaft zur majestätischen und malerischen Rheinlandschaft kommen zwar zum Voschein, als Hörner und Violinenklänge sich verbreiten, aber tiefe Violoncellonoten vertiefen das Drama des Kampfes um ein preiswertes Erbe: das Rheingold, das die Rheintöchter vergebens versuchen werden gegen Wotan zu verteidigen.

Wir Zuhörer wogen in Mitten einer genialen Mischung von Orgel, Hörnern, Violinen und Violoncellis auf dem Rhein. Man gibt sich den Kräften des mächtigen Flusses and der Naturgeister hin. Die Sonne leuchtet und offenbart des Rheines glanzendes Gold.

Richard Wagner liebte Deutschland und wer immer sich dieses wunderschöne Rheingold Vorspiel anhört wird sich dieser Liebe zum deutschen Vaterland bewußt.



Copyright© 2013 by Isabelle Esling

Saturday, 23 February 2013

Richard Wagner, seine Beziehung zu Frankreich in Kunst, Literatur, und Politik: Stürmische Gefühle und Wut der Wellen im orchestra...

Richard Wagner, seine Beziehung zu Frankreich in Kunst, Literatur, und Politik: Stürmische Gefühle und Wut der Wellen im orchestra...: Kein anderer klassiker Musiker drückt menschliche Gefühle aus so gut wie Richard Wagner. Diese Gefühle kommen mit verschiedenen instru...

Stürmische Gefühle und Wut der Wellen im orchestralen Glanz





Kein anderer klassiker Musiker drückt menschliche Gefühle aus so gut wie Richard Wagner. Diese Gefühle kommen mit verschiedenen instrumentalen Kombinationen zum Vorschein. Leichtigkeit, Heiterkeit, Freunde, Haß, Liebe, Rache und Versöhnung, alles steht plötzlich da vorhanden, wir müssen nur ganz Ohr sein.

Die Overtüre des Fliegenden Holländers weist erstaunliche Kontraste auf: Wagner mischt die Leichtigkeit der Windinstrumente mit der gewaltigen Macht von Schlag und Chordinstrumente.

Wir werden ganz sanft durch Horn und Klarinett geleitet, aber plötzlich unterbricht ein gewaltiger Trommelschlag unsere Träumerei. Violinen verschärfen die dramatische Dimension des wagnerischen Werks und der Zuhörer muß sein Ohr zuspitzen, denn Wagner moduliert auf genialer Art die Intensität seiner Violinen, die sanft und stark hervortreten und uns in die Wut der Elemente und des menschlichen Dramas einleiten. Man begreift die Angst der Matrosen und des Kapitäns als der Sturm ausbricht. Man erinnert sich bestimmt an Heinrich Heines Gedicht: " Es wütet der Sturm und er peitscht die Wellen"...

Es strömen mächtige Violoncello Akkorde: auf dem Schiff droht ein gewaltiger Sturm...und plötzlich  wird unerwartet Raum für erneute Leichtigkeit mit dem Ertönen von Klarinettklängen geschaffen: die Matrosen wollen ihren Kapitän aufmuntern...nun kann der Matrosenchor beginnen.


Copyright© by Isabelle Esling
All Rights Reserved

Thursday, 7 February 2013

Richard Wagner, seine Beziehung zu Frankreich in Kunst, Literatur, und Politik: Die Entstehung des deutschen Nationalgefühls

Richard Wagner, seine Beziehung zu Frankreich in Kunst, Literatur, und Politik: Die Entstehung des deutschen Nationalgefühls: Nach der französischen Revolution bläst in ganz Europa ein Wind der Freiheit. Die politischen Auswirkungen der französischen R...

Die Entstehung des deutschen Nationalgefühls







Nach der französischen Revolution bläst in ganz Europa ein Wind der Freiheit. Die politischen Auswirkungen der französischen Revolution werden mit den Einigungskriegen in Deutschland sichtbar. Plötzlich enstehen Konzepte der Freiheit, der Einigkeit, der Brüderlichkeit. Man muß auch wahrnehmen, daß Deutschland und Frankreich in ihren gegenseitigen Geschichten kulturell und literarisch fast immer verbunden sind, obwohl sich beide Nationen hassen und bekämpfen.
Friedrich II. Von Preußen und der französische Philosoph Voltaire  im 18. Jahrhundert sind ein guter Beispiel deutsch-französischer Freundschaft und literarischen Austausches. Der deutsche Dichter Heinrich Heine war schon immer ein überzeugter frankophil. Schon in Düsseldorf besuchte er eine französische Schule. Wegen seiner politischen Ansichten, besonders Preußen gegenüber und auch der Zensur, die damals in Deutschland herrschte, erzielte  Heinrich Heine, die Stadt Paris, wo er sich niederließ, wo er sein Leben als Dichter und Schriftsteller genoß.

Die Suche nach einer deutschen oder deutschsprechenden Identität wird durch die Wahrnehmung gemeinsamer Redewendungen und gemeinsamer Kultur und Geschichte erleichtert. Aber das damalige Deutschland ist in verschiedenen, unhabhängigen Staaten zerrissen. Die Lösung scheint all politisch zu sein und von Preußen zu kommen: Eroberung der Nation durch militärische Macht.
Die napoleonischen Kriege und die französische Besatzung erweckten bei vielen Deutschen eine Sehnsucht nach nationaler Identität.



Obwohl ein Wille der bürgerlichen Einheit beim deutschen Volke herrschte, der sich 1848 mit den Ereignissen der Dresdner Revolution ausdruckte ( obwohl sie scheiterte und unterdruckt wurde), wurde Deutschland politisch durch Otto von Bismarck vereinigt. Otto von Bismarck ging es hauptsächlich um die Ausdehnung der preußischen Territorien und er schuf dadurch die Grundlagen für Deutschlands politische Einheit.



Trotzdem muß man in Erinnerung halten, daß nicht nur die politische Einheit der Nation ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl erwecken wird, sondern auch die Spracheinheit. Die deutschen Philosophen Hegel und Fichte definieren die deutsche Nation nach den Kriterien der Sprache, der Herkunft, Kultur und Geschichte.
Der Einfluß des Protestantismus beziehungsweise die Übersetzung der Bibel in deutscher Sprache spielten eine wesentliche Rolle bei der Wahrnehmung der sprachlichen Angehörigkeit des deutschen Volkes. Jacob und Wilhelm Grimm bemühten sich Geschichten, Gedichte, Sagen und Märchen aus dem Volksmund zu sammeln und aufzubewahren. Während seines Pariser Aufenthalts in 1840 begann auch der Musiker Richard Wagner sich zu fragen, was überhaupt deutsch sei und mußte Klarheit durch das Streichen alles „nicht deutsche“ in Frankreich finden, um das Deutschtum zu definieren.
Natürlich spielte die politische Einheit eine große Rolle bei der Suche nach einer nationalen Identität. Dennoch sind gemeinsame kulturelle Merkmale wie die Sprache Sagen, Märchen, Traditionen wie Küchenrezepte, Volksfeste und Sammlungen, die das wahre Gesicht einer Nation zum Vorschein kommen lassen.




Copyright© by Isabelle Esling
All Rights Reserved


WebRep
currentVote
noRating
noWeight

Friday, 11 January 2013

Richard Wagner, seine Beziehung zu Frankreich in Kunst, Literatur, und Politik: Der Wagnerismus: Charles Baudelaire

Richard Wagner, seine Beziehung zu Frankreich in Kunst, Literatur, und Politik: Der Wagnerismus: Charles Baudelaire:   Charles Baudelaire         Als Friedrich Nietzsche zum ersten Mal „Les Fleurs du Mal“ (Die Blumen des Bösen) entdeckte...

Der Wagnerismus: Charles Baudelaire


 

Charles Baudelaire
 
 

    Als Friedrich Nietzsche zum ersten Mal „Les Fleurs du Mal“ (Die Blumen des Bösen) entdeckte, bezeichnete er Baudelaire als „eine Art von Wagner ohne die Musik“, denn er beobachtete viele Ähnlichkeiten in der Denkenswelt beider Künstler. Charles Baudelaire, wie viele seiner Zeitgenossen, die sich für Wagners Werke begeisterten, gehörte der Denkensbewegung der Symbolisten. Im Gegensatz zu den Rationalisten, befassen sich die Symbolisten mit Metaphoren und Sprachzauber. Die Wörter enthüllen ihre magische Kraft, wie man es in Baudelaires Gedichte bemerken kann.

 

„La Nature est un temple où de vivants piliers

Laissent parfois sortir de confuses paroles;

L'homme y passe à travers des forêts de symboles

Qui l'observent avec des regards familiers. » Charles Baudelaire, les Fleurs du Mal, Correspondances

    Die Natur ist ein Tempel, wo aus lebendigen Pfeilern zuweilen wirre Worte dringen; der Mensch geht dort durch Wälder von Symbolen, die ihn betrachten mit vertrauten Blicken.“ Charles Baudelaire, die Blumen des Bösen, Entsprechungen.

    In Baudelaires wundervollen Gedicht, Ensprechungen kommt die Symbolik der Natur und der Wörter zum Vorschein. Der Leser muß sich nun dem versteckten Sinn des metaphysischen Unsichtbaren im Sichtbaren der Natur öffnen. Das Wort bekommt ein starkes Instrument der Vorstellungskraft.

 

    In einem 1961 veröffentlichten Artikel, „Richard Wagner et Tannhäuser a Paris“ nahm der französische Dichter und Schriftsteller Stellung zugunsten Wagners.

    Obwohl Baudelaire die deutsche Sprache nicht beherrschte und Richard Wagners Werk nur durch Übersetzungen kannte wurde sein Artikel zum Schlüsselpunkt der Kenntnis Wagners Musik in Frankreich. Charles Baudelaire war von Wagners Talent tief überzeugt.

    In seinem Tannhäuser-Aufsatz unternimmt Baudelaire eine detaillierte Verteigung von Wagners Werk gegen seine arrogante Gegner des Jockey Clubs, die Tannhäuser dreimal gepfiffen haben, weil die Oper das von ihnen erwünschte Ballett nicht enthielt.

    Mit einer guten Dose Ironie unterstreicht Baudelaire, daß man in Frankreich den Befehl eines Despoten ( Napoleon) brauchte, um das Werk eines Revolutionären in Frankreich aufführen zu können.